Eine schwangere Frau hält einen grünen Apfel mit der einen und mit der anderen Hand ihren Bauch
Bereits in der Schwangerschaft wird der Grundstein für die Gesundheitund auch die Mundgesundheit –
des Kindes gelegt


Im 1. Trimenon (~3. Monat) sollte eine zahnärztliche Untersuchung und eine Prophylaxe stattfinden, um eine Reduzierung entzündungsfördernder Keime zu erzielen. Im 3. Trimenon (~8. Monat) sollten erneut Prophylaxemaßnahmen durchgeführt werden, um eine in diesem Zeitraum besonders häufig auftretende Schwangerschaftsgingivitis (Zahnfleischentzündung) zu therapieren.

Aufklärung über Übertragungswege


Alle Bezugspersonen des Kindes sollten eine Übertragung der Bakterien aus ihrer Mundhöhle auf das Kind vermeiden:
  • kein Abschlecken des Schnullers
  • kein Vorkosten mit dem gleichen Löffel
  • kein Verwenden der gleichen Zahnbürste

Aufklärung über Ernährungsverhalten

Die Saugflasche zählt zu den Hauptrisiken für die Entstehung von Karies. Problematisch sind hier v. a. gesüßter Inhalt und Dauernuckeln. So sollte der Inhalt aus Wasser oder ungesüßten Kräutertees bestehen und nur zu den Mahlzeiten gegeben werden. Spätestens ab dem 9. Monat sollte auf den Becher umgestiegen werden.
Eine Gewöhnung des Kindes an Süßes sollte von Anfang an vermieden werden.

Mundhygiene beim Kind

Sobald der erste Zahn durchgebrochen ist, muss dieser gereinigt werden!!! Bis zu einem Alter von 2 Jahren werden die Zähne 1x täglich durch die Eltern geputzt (Babyzahnbürste oder Fingerling). Ab einem Alter von 2 Jahren wird 2x täglich eine maximal erbsengroße Menge Kinderzahnpasta (Fluoridgehalt 500 ppm) auf die Zahnbürste gegeben. Ab diesem Alter sollte das Kind alleine putzen und sollte auch dafür gelobt werden. Im Anschluss sollten jedoch alle Zähne von den Eltern gründlich nachgeputzt werden!!!

Ernährungsberatung
  • möglichst wenig zuckerhaltige Zwischenmahlzeiten
  • Säfte von Obst und Gemüse können bei Säuglingen und Kleinkindern auch im verdünnten Zustand eine hohe Kariesgefahr darstellen (Nuckelflaschen-Karies!!!)
  • Gefahr der „versteckten Zucker“ in Lebensmitteln wie Fruchtjoghurt, Müsliriegeln, Trockenfrüchten, Honig und Ketchup
  • Vermeidung von über den Tag verteiltem Konsum von süßen oder säurehaltigen Speisen und Getränken (Limonade, Fruchtsäfte, Softdrinks, etc..)